Die Lösung und Kündigung eines mit einem behinderten Menschen geschlossenen Werkstattvertrages durch den Träger einer Werkstatt bedürfen der schriftlichen Form und sind zu begründen. Dies gilt auch für die Kündigungsgründe. Das Formerfordernis gilt sowohl für die Lösung eines Werkstattvertrages durch den Träger der Werkstatt mit einem geschäftsunfähigen behinderten Menschen, als auch für einen wirksam zustandegekommenen Werkstattvertrag mit einem geschäftsfähigen Behinderten

Der Träger einer Werkstatt darf bei Abschluss eines Vertrages mit einem Geschäftsunfähigen nicht bessergestellt werden, als wenn der Geschäftspartner geschäftsfähig gewesen wäre.

Die Lösung des Vertrages ist nicht schriftlich zu erklären, sondern auch schriftlich zu begründen (Urteil des BAG vom 17.3.2015 – 9 AZR 994/13).