Spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit muss der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin schriftlich vom Arbeitgeber verlangen und gleichzeitig erklären, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit für den Zeitraum bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes beansprucht werden möchten. Das Elternzeitverlangen muss eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden. Deshalb genügen ein Telefax oder eine E-Mail nicht und führen mangels vorgeschriebener Schriftform zur Nichtigkeit der Erklärung. Aufgrund von Besonderheiten des konkreten Einzelfalles kann sich ein Arbeitgeber treuwidrig verhalten, wenn er sich darauf beruft, das Schriftformerfordernis sei nicht gewahrt (Urteil des BAG vom 10.5.2016 – 9 AZR 145/15).