Das Bundessozialgericht hat in seiner Entscheidung vom 30.11.2016  ein " Streikrecht" für einen Vertragsarzt abgelehnt und auf seine Präsenzpflicht  hingewiesen, wonach der Vertragsarzt während der angegebenen Sprechstunden für die vertragsärztliche Versorgung  seinen Patienten zur Verfügung stehen muss. Ausnahmen bestehen bei Krankheit oder Urlaub, jedoch nicht wegen der Teilnahme an einem "Warnstreik“. Vielmehr habe der Gesetzgeber durch die Ausgestaltung des Vertragsarztrechtes, die teilweise gegenläufigen Interessen von  Krankenkassen und Ärzten zum Ausgleich gebracht, um auf diese Weise eine verlässliche Versorgung der Versicherten zu angemessenen Bedingungen sicherzustellen. Die gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen besitze ein hohes Maß an Autonomie bei der Regelung der Einzelheiten der vertragsärztlichen Versorgung. Die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung sei den Kassenärztlichen Vereinigungen als Körperschaften des öffentlichen Rechts übertragen worden. In diesem Sicherstellungsauftrag ist der einzelne Vertragsarzt aufgrund seiner Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung und seiner Mitgliedschaft bei der Kassenärztlichen Vereinigung eingebunden. Konflikte mit Krankenkassen um die Höhe der Gesamtvergütung werden durch zeitnahe verbindliche Entscheidungen von Schiedsämtern gelöst. (Urteil des BSG vom 30.11.2016 – B6 Kaart 38/15R).