Die Verwertbarkeit eines psychiatrischen Gutachtens wurde von dem Landessozialgericht Baden-Württemberg in einem Rentenverfahren abgelehnt, da dritte Personen während der Exploration und der Untersuchung anwesend waren. Das Gericht führt aus, dass bei der psychiatrischen Begutachtung grundsätzlich die Anwesenheit dritter Personen während der Exploration und der Untersuchung kontraproduktiv ist. Sie kann den Aufbau einer Beziehung zwischen Proband und Gutachter stören. Vor oder nach der Exploration kann hingegen  mit den dritten Personen gesprochen werden. In diesem Verfahren wies der Senat auf die ständige Rechtsprechung des Bundessozialgerichts hin, wonach psychische Erkrankungen erst dann rentenrechtlich relevant sind, wenn trotz adäquater Behandlung (medikamentös, therapeutisch, ambulant und stationär) davon auszugehen ist, dass ein Versicherter die psychischen Einschränkungen dauerhaft nicht überwinden kann, und zwar weder aus eigener Kraft noch mit ärztlicher oder therapeutischer Hilfe. (Urteil des LSG Baden-Württemberg vom 22.9.2016 – L7 R 2329/15).