Ein Anspruch auf Versorgung mit einer Kopfortthese gegenüber einer gesetzlichen Krankenkasse besteht nicht.

Eine Kopfortthese wird im Rahmen einer ärztlich verantworteten Behandlung eingesetzt. Mit ihr soll der "Erfolg der Krankenbehandlung" gesichert werden.

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts ist dann, wenn ein Hilfsmittel, was auch  eine Kopforthese ist, im Rahmen der Krankenbehandlung deren Erfolg sichern soll, seine Verwendung nicht von dem zu Grunde liegenden Behandlungskonzept und den dafür geltenden Anforderungen zu trennen. Solange eine Therapie als neue Behandlungsmethode nicht zur Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung empfohlen worden ist, sind die dabei eingesetzten Geräte grundsätzlich keine von der Leistungspflicht umfassten Hilfsmittel und auch das Hilfsmittelverzeichnis kann nicht entsprechend fortentwickelt werden.

Die Kopforthesentherapie ist weder als eine abrechnungsfähige ärztliche Leistung im EBM - Ä enthalten, noch ist sie vom GBA anerkannt worden. Eine positive Empfehlung liegt nicht vor. Ohne eine solche positive Empfehlung des GBA kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Einsatz des Hilfsmittels – unter Berücksichtigung möglicher Risiken und des Wirtschaftlichkeitsgebots – positive Wirkungen in Bezug auf Spätfolgen oder Folgeerkrankungen mit sich bringt und deshalb zur Vorbeugung einer drohenden Behinderung objektiv geeignet sein könnte. Das Bundessozialgericht hat deshalbi– die Kostenerstattung einere gesetzlichen Krankenversicherung  für eine Kopforthese abgelehnt ( Urteil des BSG vom 11.5.2017 - B 3 KR 1/16R)..