In der privaten Unfallversicherung genügt es für die Ursächlichkeit zwischen Unfallereignis und Gesundheitsbeeinträchtigung , wenn das Unfallereignis an der Funktionsbeeinträchtigung mitgewirkt hat und diese Mitwirkung nicht gänzlich außerhalb aller Wahrscheinlichkeit liegt. Das Unfallereignis muss im allgemeinen und nicht nur unter besonders eigenartigen, ganz unwahrscheinlichen und nach dem regelmäßigen Verlauf der Dinge außer Betracht zu lassenden Umständen zur Herbeiführung eines Erfolges der eingetretenen Art geeignet sein Das Vorhandensein von Vorschäden schließt für sich genommen die Ursächlichkeit nicht von vornherein aus . Versicherungsschutz besteht vielmehr auch dann, wenn Unfallfolgen durch eine bereits vor dem Unfall vorhandene besondere gesundheitliche Disposition verschlimmert werden
(Urteil des BGH vom 19.10.2016 - IV ZR 521/14 )