Das Gesetz macht den Menschen, nicht der Mensch das Gesetz.

Johann Wolfgang von Goethe
Kompetent. Persönlich.

Kanzlei

Seit dem Jahre 2000 bin ich als Rechtsanwältin in Stuttgart tätig. Ich bin Rechtsanwältin aus Überzeugung. Seit Gründung der Kanzlei bin ich auf die Fachgebiete Sozialrecht, insbesondere Sozialversicherungsrecht, und Medizinrecht spezialisiert. Im Jahre 2003 wurde mir der Fachanwaltstitel für Sozialrecht und im Jahre 2006 der Fachanwaltstitel für Medizinrecht verliehen. Zusätzlich habe ich die Ausbildung zur Mediation im Jahre 2016 abgeschlossen.

 

Mein Ziel ist, auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten, umfassend und kompetent zu beraten und die beste Lösung des Problems zu finden. Ich bearbeite Mandate von Einzelpersonen, Unternehmen und Verbänden.

Meine langjährige Tätigkeit hat mir immer wieder gezeigt dass es auch möglich ist, zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen, ohne die Gerichte zu bemühen.

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Urteile

Prophylaktische Mastektomie bei erhöhtem Erkrankungsrisiko an Brustkrebs ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung

Eine prophylaktische nipple-sparing Mastektomie mit anschließender Implantatrekonstruktion ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Sozialgericht Karlsruhe hat in seinem Urteil vom 22.6.2017 entschieden, dass bei einem erhöhten Erkrankungsrisiko an Brustkrebs eine prophylaktische Mastektomie nicht vom Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung mit umfasst ist. Dabei sei zu berücksichtigen, dass bei einem erhöhten Erkrankungsrisiko an Brustkrebs die Mastektomie nicht als abrechnungsfähige ärztliche Leistung im einheitlichen Bewertungsmaßstab für vertragsärztliche Leistungen enthalten ist. Eine Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses zu dieser Leistung gibt es nicht, denn eine Entscheidung dieses Ausschusses liegt hierzu noch nicht vor.
Auch eine Ausnahme, bei der es keiner positiven Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses bedürfe, würde nicht vorliegen. Die prophylaktische Mastektomie könne nicht als erfolgreiche Behandlungsalternative nach § 137c Abs. 3 SGB V gesehen werden. Es fehle an den erforderlichen Qualitätsätsanforderungen . Nach der interdisziplinären S3 – Leitlinie für Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms besteht eine Notwendigkeit einer Mastektomie nur bei Frauen mit BRCA 1 – oder BRCA 2 – Genmutation.
Das Sozialgericht führt weiter aus, dass ein erhöhtes Erkrankungsrisiko noch keinen Krankheitswert besitzt und somit nicht lebensbedrohlich oder regelmäßig tödlich verlaufen kann. (Urteil des Sozialgerichts Karlsruhe vom 22.6.2017 – S 14 KR 3991/16).

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